Montag, 30. März 2015

Rezension - Der Glanz der Südseemuscheln

Autorin: Regina Gärtner

Titel: Der Glanz der Südseemuscheln

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 9. März 2015

Seiten: 625

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Heyne


Die Autorin  Regina Gärtner ist am Niederrhein aufgewachsen, hat an der RWTH Aachen Germanistik und Politikwissenschaften studiert, und danach als Deutschlehrerin, Pressereferentin, Werbefachfrau und Public-Relation-Manager für internationale Kinofilme gearbeitet. Zuletzt war sie lange Jahre als Anzeigenleiterin in einem Fachverlag tätig, bevor sie sich als Projektmanagerin selbstständig gemacht hat. Seit 2012 widmet sie sich ganz dem Schreiben.
Die Autorin lebt in Köln, ist aber häufig in der Welt-Geschichte unterwegs: Sie hat bereits alle fünf Kontinente mehrfach bereist, aber die die pazifische Region, vor allem Australien und Samoa, haben es ihr besonders angetan.
Regina Gärtner ist Mitglied bei Quo Vadis, dem Syndikat und den Mörderischen Schwestern. Sie schreibt Historische Romane, Liebesromane, Krimis und Kurzgeschichten.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Sydney/Samoa 1914: Kaum haben Alma und der australische Seemann Joshua zueinandergefunden, wird ihre Liebe auf eine harte Probe gestellt. Die Hysterie des Ersten Weltkrieges bricht über sie herein, und plötzlich befinden sie sich auf verfeindeten Seiten. Als das Schicksal sie auseinanderreißt, muss Alma als Deutsche in Australien nicht nur um ihre Existenz bangen. Sie muss auch darum ringen, ihre hart erkämpfte Liebe zurückzugewinnen. Ausgerechnet ein hilfloser Straßenjunge erweist sich als Lichtblick in dunklen Zeiten. Doch er hütet ein seltsames Geheimnis.

Meine Meinung:
Mit Begeisterung hatte ich schon das Buch "Unter dem Südseemond" gelesen und freute mich sehr, als ich nun die Fortsetzung lesen konnte. Vorab möchte ich allerdings erwähnen, dass jedes Buch für sich gelesen werden kann. Aber ich empfehle doch sehr, beide in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Inzwischen schreiben wir das Jahr 1914 und meine lieb gewonnenen Protagonisten müssen auch in dem von Europa weit abgelegenen Teil der Welt unter dem 1. Weltkrieg leiden. In letzter Zeit hatte ich schon einige Bücher gelesen, die zu dieser Zeit spielten, aber ich hätte wirklich nicht daran gedacht, wie weit sich alles auswirken würde. Auf der anderen Seite ist es auch nicht verwunderlich, denn in der Südsee lebten damals aus vielen Nationen Auswanderer. Hatten bis zum Kriegsbeginn die Deutschen das Sagen auf Samoa, mussten sie jetzt darunter leiden, dass in Europa das große Säbelrasseln losging. Die Verbündeten der Briten, die Neuseeländer besetzten die Inseln und es begann für alle eine schwere Zeit, ganz besonders betroffen waren natürlich die Deutschen, die eigentlich gar nichts mehr mit dem Kaiser zu tun haben wollten.

Alma, die inzwischen Joshua geheiratet hat und zu ihm nach Australien gezogen ist, leidet sehr unter dem Hass gegen die Deutschen. Keiner ist bereit, ihre Kleider und Kostüme zu kaufen. Es hilft ihr auch nicht viel, dass sie mit einem Australier verheiratet ist.
Ihre Verwandten auf Samoa haben ganz andere Probleme mit denen sie fertig werden müssen. Die Inseln sind besetzt und natürlich merken sie auch, dass sie als Deutsche gehasst werden, obwohl sie weit weg vom Kaiserreich sind.

Regina Gärtner hat Alma und Mathilde und deren Familie zwar erfunden, aber die Erlebnisse von denen sie berichtet, könnten tatsächlich so passiert sein. Sie hat sehr gut recherchiert und wunderbar verstanden alles miteinander zu verknüpfen. Im Wechsel fand ich mich als Leserin in Sydney und auf Samoa wieder. Die Schicksale aller Beteiligten haben mich sehr berührt und manches Mal wurde ich richtig ärgerlich über das Verhalten einiger Leute. Traurig aber wahr, genau so wird es gewesen sein. Jeder von uns Lesern weiß, wie lange der Krieg gedauert hat und bedauert die Protagonisten, die immer wieder hoffen, dass alles schnell zu Ende ist. Zumindest ging es mir so.

Die Autorin hat mich auch mit diesem Buch gefesselt. Ich wollte es am liebsten gar nicht mehr zur Seite legen, so begierig war ich zu erfahren, wie sich alles entwickelt. Denn Regina Gärtner hat natürlich nicht nur über die Erlebnisse im Zusammenhang mit dem Krieg geschrieben, sondern sich eine spannende Geschichte für Alma und ihre Verwandten ausgedacht. Um keinem das Lesevergnügen zu nehmen gehe ich jetzt aber nicht weiter auf den Inhalt ein.

Auch dieses Buchcover gefällt mir sehr gut, es wirkt so friedlich und man möchte sich gerne dort am Strand aufhalten.

Fazit:
Mir hat es sehr gut gefallen, wie Weltereignisse in diesem Buch eingebunden wurden. Ich empfand es als sehr spannend und für mich höchst interessant  und ich möchte es auf jeden Fall als sehr lesenswert weiter empfehlen.

Ich möchte mich beim Verlag Heyne für das Rezensionsexemplar bedanken. Am 20.4. startet eine Blogtour, an der ich mit diesem Buch teilnehmen werde.

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