Freitag, 3. Juli 2015

Rezension - Nacht über Blackheath


Autorin: Anne Perry

Titel: Nacht über Blackheath

Genre: historischer Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 9. März 2015

Seiten: 433

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Heyne

Die Engländerin Anne Perry, 1938 in London geboren, verbrachte einen Teil ihrer Jugend in Neuseeland und auf den Bahamas. Schon früh begann sie zu schreiben. Ihre historischen Kriminalromane zeichnen ein lebendiges Bild des spätviktorianischen England und begeistern ein Millionenpublikum. Anne Perry lebt und schreibt in Schottland.

Kurzbeschreibung, übernommen:
London 1897: In einer eisigen Winternacht verschwindet Kitty, die Zofe der ehrwürdigen Familie Kynaston. Zurück bleiben nur einige Haare von ihr – und Blut. Da Mr. Kynaston hochsensible militärische Geheimnisse hütet, übernimmt Thomas Pitt als Chef des Staatsschutzes den Fall. Er spürt, dass der Kynaston etwas zu verbergen sucht, kommt aber mit den Ermittlungen nicht weiter. Bis eine schrecklich zugerichtete Leiche auftaucht ...


Meine Meinung:
Das erste Buch, in dem Thomas Pitt ermittelt hat die Autorin 1979 geschrieben. Dieses Buch ist inzwischen das 29. der Serie und weitere werden noch erscheinen. Ich habe einige gelesen und hatte nie ein Problem, wenn ich einige Bücher der Serie übersprungen habe. Sehr schnell ist mir auch diesmal wieder der Einstieg gelungen.

Ich freute mich, dass ich nun wieder neues über Thomas Pitt, seiner Frau Charlotte, seiner Schwägerin Emily und Großtante Vespasia erfahren konnte. Diese Personen waren mir vertraut und auch sehr sympathisch.
Thomas Pitt ist inzwischen Leiter beim Staatsschutz geworden. Diesmal muss er sich um eine vermisste Zofe kümmern, was normalerweise nicht in seinen Bereich fällt. Aber da ihr Dienstherr eine sehr wichtige Person ist, wird er heran gezogen. Die Geschichte spiegelt die Zeit um 1897 wieder. Die enormen Standesunterschiede spielen eine sehr große Rolle. Deshalb ist es für Thomas Pitt auch keine leichte Aufgabe, er muss auf zu vieles Rücksicht nehmen und zu viele Personen meinen sich einmischen zu können. Ich fand es wieder ungemein interessant zu lesen, wie damals die Polizei arbeiten musste, die vielen technischen Hilfsmittel standen ihnen ja noch nicht zur Verfügung. Auch war es immer wieder beschwerlich von einem Ort zum anderen zu kommen.
Wie in den anderen Büchern auch, bekam Thomas Pitt wieder Hilfe durch seine Frau, Schwägerin und Lady Vespasia. Nebenbei konnte ich aber auch einiges über das Alltagsleben des Personals und der Personen, die in höheren Kreisen verkehrten, erfahren. Das mag vielleicht nicht jedermanns Sache sein, man muss Anne Perry und ihre Bücher wirklich lieben.
Auf jeden Fall hat sie in diesem Buch reichlich Spannung aufgebaut, ich hatte auch die ganze Zeit eine Person im Auge, die mir merkwürdig vorkam, aber mit diesen Ende hatte ich dann doch nicht gerechnet.

Fazit:
Fans von Anne Perry werden sich dieses Buch sicher nicht entgehen lassen, aber ich kann es auch Neueinsteigern empfehlen. Da jedes Buch abgeschlossen ist und man nicht unbedingt das Wissen der anderen benötigt, kann durchaus auch mit diesem Buch gestartet werden.

Beim Verlag Heyne möchte ich mich für das Rezensionsexemplar bedanken.

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