Mittwoch, 14. April 2021

Rezension - Träume von Freiheit - Ferner Horizont



Autorin: Silke Böschen

Titel: Träume von Freiheit - Ferner Horizont

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 7. April 2021

Seiten: 510

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Gmeiner-Verlag



Über die Autorin:
Silke Böschen wurde in Bremerhaven geboren. Nach einem Zeitungsvolontariat und dem Journalistik-Studium arbeitete sie viele Jahre als Fernseh-Moderatorin in der ARD. Sie war das Gesicht des Politik-Magazins „Kontraste“. Zuvor moderierte sie als zweite Frau überhaupt die „ARD-Sportschau“. Nach Stationen in Berlin und Frankfurt lebt Silke Böschen heute mit ihrer Familie in Hamburg. In ihren Romanen kommt ihr journalistisches Können zum Ausdruck: Aufwendig recherchierte Geschichte über "echte" Menschen und längst vergessene Schicksale lässt Silke Böschen wieder lebendig werden. Daraus werden spannende historische Romane - inspiriert von wahren Begebenheiten.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die amerikanische Kolonie im Dresden des 19. Jahrhunderts: Zu den reichen Amerikanern gehört auch Florence de Meli. Sie ist der umschwärmte Mittelpunkt der High Society. Doch ihr Ehemann tobt vor Eifersucht. Er schmiedet ein Komplott und lässt sie für verrückt erklären. Florence landet in der Irrenanstalt. Doch sie kämpft für ihre Kinder und Gerechtigkeit. Ihre abenteuerliche Reise führt sie quer durch Europa bis nach New York. Eine Scheidungsschlacht beginnt …


Meine Meinung:
Zufällig wurde ich auf diesen historischen Roman aufmerksam. Der Klappentext machte mich neugierig und ich wollte das Buch gerne lesen. Für mich war es das erste Buch der Autorin Silke Böschen. Für sie war es das zweite, das sie geschrieben hat.  
Inzwischen weiß ich und ich verrate damit auch nicht zu viel, dass die Autorin in ihren Büchern über wahre Frauenschicksale schreibt. Florence de Meli hat tatsächlich gelebt und musste manche nervenaufreibende Kämpfe durchstehen. Sie lebte Ende des 19. Jahrhunderts in einer Zeit, in der Frauen kein großes Ansehen genossen und sich immer fügen mussten. Über deren Leben bestimmte erst der Vater oder ein anderer männlicher Verwandter und später der Ehemann. Als ich las, was Florence unter ihrer Schwiegermutter und ihrem Ehemann erleiden musste, habe ich mich sehr geärgert und setzte die beiden sofort auf meine Liste unsympathischer Personen. Gleichzeitig habe ich viel über den Zeitgeist erfahren. Die Autorin hat es dann auch wunderbar verstanden, Fakt und Fiktion zu mischen. Wobei sie gut recherchiert hat und mit Sicherheit vielen Frauen solch ein Schicksal widerfahren ist, dass sie sich für Florence ausgedacht hat. Natürlich werde ich hier nicht verraten, was sie tatsächlich erlebt hat. 
Auf jeden Fall war es für Florence eine aufregende Zeit, die nicht hätte sein müssen, wenn einige Personen andere Einstellungen gehabt hätten. Denn nicht alle, die damals lebten, verschlossen sich Veränderungen und waren offen für Neuerungen. 


Fazit:
Ein interessantes historische Buch, dessen Fakten sehr gut recherchiert wurden. Als Leserin habe ich am Leben von Florence de Meli teilnehmen können und somit viel über die damalige Zeit erfahren. Gerne gebe ich hier eine Leseempfehlung.

 
Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Gerne möchte ich noch etwas mehr zu dem Buch anmerken. Mir wurde es vom Gmeiner Verlag vorab als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 
Wir Buchblogger haben auf Buchmessen oft die Möglichkeit am Verlagsstand Autoren kennen zu lernen. Aber in diesem Jahr ist immer noch alles anders und somit fand ein Online-Bloggertreffen mit Silke Böschen statt. Ich fand es sehr interessant, denn wir Blogger konnten nicht nur Fragen loswerden, die Autorin hatte auch die Möglichkeit mehr über ihr Buch zu erzählen. Wie es dazu kam, dass sie diese Geschichte aufgeschrieben hat. Was sich alles durch die Recherche erfahren und auch neu dazu gelernt hat. Es war ein sehr guter und informativer Abend für uns alle. Auch dafür möchte ich dem Verlag recht herzlich gratulieren, hier natürlich ganz besonders Petra Asprion, die ihre abendliche Zeit mit uns verbracht hat.

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