Samstag, 18. April 2015

Rezension - Treffpunkt Rom


Autorin: Luzi van Gisteren

Titel: Treffpunkt Rom

Genre: Kurzroman

Version: eBook

erschienen: 3. September 2014 überarbeitet April 2015

Seiten: 110

Altersempfehlung: Erwachsene



Luzi van Gisteren ist das Pseudonym einer Autorin, die ihren erster Roman ("Lipstick") 1986 im zarten Alter von 13 Jahren schrieb - die Auflagenhöhe lag damals bei etwa 10 Kopien der handgetippten Schreibmaschinenseiten. Mit "Keimfrei", einer Kurzgeschichte, begann Luzi Anfang 2014 ihre Werke im Rahmen des Self Publishing zu veröffentlichen. Neben weiteren Kurzgeschichten folgte im Juli 2014 die Novelle "Treffpunkt Rom. Eine Reisegeschichte aus dem Sommer 1964". Die Autorin ist Betriebswirtin und arbeitet seit über zehn Jahren im Online Marketing. Während ihrer Elternzeit unterrichtete sie "Kreatives Schreiben für Jugendliche" und lebt mit Mann und Kind südlich von München.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Sommer 1964: Verliebt, verlobt und fast verheiratet verbringen Karin vom Bodensee und der süditalienische Gastarbeiter Giancarlo Tozzi den ersten gemeinsamen Urlaub in den Abruzzen. Das erste Treffen mit Giancarlos Familie endet in einer kleinen Katastrophe, da tauchen Maggie und George auf - ein unkonventionelles Unternehmerpaar aus Texas.

Meine Meinung:
Rom - es ist schon eine Ewigkeit her, seit ich dort war. Aber ich habe die Stadt in guter Erinnerung und deshalb war ich auf dieses Buch auch sehr gespannt.
Allerdings musste ich mich etwas gedulden, bis ich von dieser tollen Stadt etwas lesen konnte. Zunächst lernte ich Karin und Giancarlo kennen, die sich auf den Weg in die Heimat von Giancarlo machten. Ich kann mir vorstellen, dass es im Jahr 1964 nicht sehr leicht war, wenn sich eine junge Deutsche in einen Italiener verliebte. Es war eine andere Zeit und es gab in Deutschland zwar schon viele Gastarbeiter, aber Fremden gegenüber war man doch sehr vorsichtig. Das traf allerdings auf beide Seiten zu. Mamma Teresa reagierte ganz besonders lautstark auf die Tedesco. So kam es, dass die beiden Verlobten ein Zimmer in einem Hotel suchten und dort das amerikanische Ehepaar Maggie und George kennen lernten. Gemeinsam beschließen sie, sich auf den Weg nach Rom zu machen. Eine sehr abenteuerliche Reise steht ihnen bevor.
Mit sehr viel Humor hat die Autorin diese Reise und auch die Erlebnisse in Rom geschildert.
Mir hat sehr gut gefallen, dass vor den Kapiteln passende Liedtexte eingefügt wurden und im Anhang ein Rezept sowie ein kleines Wörterbuch zu finden war.
Der Schreibstil war mal ganz anders, als ich es gewohnt war. Mal die Schilderung der Erlebnisse, mal Tagebucheintragungen von Elisabetta, der Schwester von Giancarlo und Dialoge verschiedener Beteiligter, meinen Lesefluss hat dies nicht gestört, denn die Umstellung fiel mir nicht schwer.
Insgesamt gesehen war es sehr angenehm zu lesen, allerdings hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht und einiges auch ausführlicher. Ich bin kein allzu großer Freund von kurzen Romanen, wenn keine Fragen offen bleiben, komme ich damit schon klar. Aber hier hatte ich das Gefühl, dass mir etwas fehlte und zu gerne hätte ich mehr gelesen. Wobei ich natürlich einsehe, dass dies nicht unbedingt zu dem Buchtitel "Treffpunkt Rom" gehörte. So bleibt mir die Hoffnung, vielleicht mal noch mehr von den Beteiligten lesen zu können.

Fazit:
Eine nette leichte Lektüre zum "Zwischendurch-Lesen"

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