Mittwoch, 2. Juli 2014

Rezension - Politik und rote Rosen


Autorin: Brigitte Teufl-Heimhilcher

Titel: Politik und rote Rosen

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 27. März 2014

Seiten: 201

Altersempfehlung: Erwachsene



Die Autorin Brigitte Teufl-Heimhilcher, geb. 1955, ist verheiratet und arbeitet als Immobilien-Fachfrau in Wien. Darüber hinaus schreibt die kommunikative Hobbyköchin seit einigen Jahren heitere Gesellschaftsromane, in denen sie sich auf unterhaltsame Weise mit dem Alltag, Beziehungen aller Art und gesellschaftspolitisch relevanten Fragen auseinandersetzt.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Als Sybille Hold-Meixner nach dem Unfalltod des Sozialministers zu dessen Nachfolgerin gekürt werden soll, zögert sie kurz, ehe sie das Amt annimmt - unter anderem auch, weil ihr der Kanzler einmal sehr nahe gestanden ist. Kaum hat sie ihr neues Büro bezogen, fallen ihr Unterlagen in die Hände, die den Chef der Gewerkschaft in arge Bedrängnis bringen könnten. Aber ist es politisch klug, sich mit der Gewerkschaft anzulegen? Sybille überlegt nicht lange und nimmt den Kampf auf - schließlich ist sie angetreten, um mehr Ehrlichkeit in die Politik zu bringen. Doch sie hat nicht nur mit dem politischen Gegner zu kämpfen, auch der Kanzler bringt sie in eine höchst unangenehme Lage, und mit ihrer halbwüchsigen Tochter Kerstin hat sie es auch nicht immer leicht. Gut, dass wenigstens der Chefredakteur des Tagblattes immer öfter ihre Partei ergreift. Er erweist sich auch sonst als höchst angenehme Gesellschaft, aber darf sich eine Ministerin in einen der führenden Journalisten des Landes verlieben?

Meine Meinung:
Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen, denn mir kam sooo vieles bekannt vor und ich fand es klasse, wie die Autorin mit dem Thema umgegangen ist.
Sybille, die mir sehr sympathische Protagonistin wird völlig überraschend zur Sozialministerin ernannt. Sie, die alles, was in der Politik geschieht, sehr realistisch sieht, bekommt allerdings einige Probleme. Möchte sie doch Themen bearbeiten, die nicht sehr beliebt sind, aber auf jeden Fall in Angriff genommen werden müssen. Der Kanzler, ein Jugendfreund von ihr, hatte sich es auch einfacher mit ihr vorgestellt. Dachte er doch tatsächlich, dass sie alles macht, was er will. Ich fand es ungemein fesselnd zu lesen, wie Sybille sämtliche Hürden bewältigen konnte.
Brigitte Teufl-Heimhilcher hat in diesem Buch ein sehr interessantes Thema verarbeitet, was sie sich nicht ausdenken musste, sondern sie konnte mit Tatsachen arbeiten. Leider passiert dies in allen möglichen Bereichen, nicht nur in der Politik. Sobald eine Person die Luft der Macht geschnuppert hat, kann sie Gefallen dran finden und an Strippen ziehen, um die eigenen Vorstellungen durchzusetzen.
Deshalb kam mir vieles so bekannt vor, manches konnte ich nachvollziehen. Allerdings gehöre ich eher zu den Typen, wie Sybille, die ehrlich ist und für Gerechtigkeit sorgen will. Leicht fällt das nicht immer.

Neben dem geschilderten Berufsalltag einer Politikerin habe ich auch viel von ihrem Familienleben erfahren, auch da gab es nichts ungewöhnliches. Den Vater konnte ich sehr gut leiden, aber auch die Tochter Kerstin und Viktor, den Reporter. Wenn ich es mir recht überlege, alle Personen aus dem privaten Umfeld mochte ich und sehr wenig die Kollegen.

Inzwischen habe ich mich ja an den Schreibstil und an die österreichischen Ausdrücke gewöhnt, ich finde es allerdings immer wieder interessant, welche Unterschiede es nicht nur in der Sprache gibt.
Ich hatte beim Lesen dann auch das Gefühl, dass die Autorin aus den beiden Ländern Vorbilder für ihre Romanfiguren genommen hat und musste so manches Mal schmunzeln.

Fazit:
Ironie, Romanze, Alltag, Frech, Humor, Real - diese Schlagwörter fallen mir zu diesem Buch ein. Auf jeden Fall ist es empfehlenswert und liest sich wunderbar.

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