Donnerstag, 27. November 2014

Rezension - Steinefresser


Autor: Michael Behrendt

Titel: Steinefresser - Schacht ermittelt

Genre: Krimi

Version: eBook und Broschiert

erschienen: 10. November

Seiten: 320

Altersempfehlung: Erwachsene

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Seit seinem 18. Lebensjahr arbeitet der Autor Michael Behrendt als Journalist. Schon damals begann er mit investigativen Recherchen über die dunkle Seite seiner Heimatstadt Berlin: Mord, Raub, Erpressung, organisierte Kriminalität. Er schrieb unter anderem für „Bild“, „BZ“ und leitet heute als Chefreporter die Polizeiredaktion der „Berliner Morgenpost“. Behrendt, dessen Vater ebenfalls Journalist war, kam 1969 in Berlin-Spandau zur Welt. Als Kriegsberichterstatter reiste er unter anderem nach Bosnien, Afghanistan, Ruanda und in den Libanon. 2011 erhielt er gemeinsam mit Kollegen den »Wächterpreis der deutschen Tagespresse«. Das Team hatte Fälle von sexuellem Missbrauch an einer Berliner Schule öffentlich gemacht und damit eine Welle von Enthüllungen ausgelöst. Behrendt ist leidenschaftlicher Kampfsportler. Aus seiner langjährigen Arbeit verfügt er über Insiderkenntnisse der Polizeiszene und zum Teil ungelöste Kriminalfälle. Einen Teil davon verarbeitet Behrendt in seinem vorliegenden Kriminalromandebüt. »Steinefresser« ist der Auftakt einer Trilogie.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Arm aber sexy? Der SEK-Mann Wolf Schacht kennt Berlin nicht als Party-Metropole, sondern als Moloch: Mord, Bandenkriminalität und Missbrauch prägen seinen Alltag. Schacht will dem Teufelskreis der Gewalt entkommen – und landet so ausgerechnet bei der Mordkommission. Mit dem SEK-Veteran Wolf Schacht schafft Autor Michael Behrendt einen Ermittlertypen, der ebenso unbefangen wie knallhart an die Arbeit geht. So wird aus einem Mord, der keiner sein durfte, eine erbarmungslose Schlacht, die hoch in politische Machtzirkel und tief in die Geschichte Deutschlands reicht. Bis Berlin buchstäblich in Rauch aufgeht. Schachts Gegner kämpfen um mehr als Macht, Sex oder Geld. Ihr Kapital sind die Schwächen, Abgründe und Perversionen anderer. Schlaft ruhig, Berlinerinnen und Berliner. Oder könnte es sein, dass sie auch Euch schon haben? Eine leicht entzündliche Mischung aus Action-Krimi, Spionage-Thriller und Nachtreise in eine untote deutsch- deutsche Vergangenheit. »Steinefresser« ist ein Roman; viele Figuren und Verbrechen gehen allerdings auf tatsächliche Ereignisse zurück.

Meine Meinung:
Puh, normalerweise schreibe ich die Rezensionen unmittelbar nachdem ich ein Buch ausgelesen habe, aber dieses hat mich so gepackt, ich musste erst einmal zur  Ruhe kommen und habe eine Nacht darüber geschlafen. Es war spannend von Anfang bis Ende und besonders am Ende war ich so sehr gefesselt.

Der Protagonist Wolf Schacht ist mal ganz anders beschrieben, als die Ermittler, die eifrige Krimileser kennen. Obwohl in seinem Bereich ein gestandener Mann, ist die Arbeit in der Mordkommission Neuland für ihn und gleich der erste  Fall hat es in sich. Ich als Leser war genau so unbedarft wie Wolf und fand es klasse, wie er an die Lösung des Falles heranging. Manche Situationen waren zwar sehr gewöhnungsbedürftig, aber ich kann mir vorstellen, dass so etwas passieren könnte. Ich lernte in diesem Buch Wolf Schacht sehr gut kennen und er hatte alle meine Sympathien, denn hinter dem knallharten Typen verbirgt sich auch einer mit Herz und Gefühl. Es fällt ihm anscheinend aber schwer, dies immer angemessen zu zeigen.

Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt und ich hatte so gar keine Ahnung, wer hinter allem stecken könnte. Wendungen haben mich überrascht und ich war baff, dass ich selber nicht darauf gekommen bin. Obwohl ich mich über manches Verhalten der neuen Kollegen gewundert hatte. Habe ich nun einige Leser neugierig gemacht? Denn mehr verrate ich jetzt nicht.

Ich muss allerdings gestehen, dass mich der Schreibstil von Michael Behrendt am Anfang etwas verwirrt hat. Es waren so viele Namen, die ich erst einmal unterbringen musste und es wurden Situationen erwähnt, auf die erst kurz danach ausführlicher eingegangen wurde. Aber schnell hatte ich mich daran gewöhnt und ich fand das alles besonders spannend.

Das Buchcover passt hervorragend zum Inhalt des Buches und wenn der Name auch außergewöhnlich zu sein scheint, er wird genau erklärt.

Manchmal ist es ja so, dass Kurzbeschreibungen nicht unbedingt das wiedergeben, worum es in einem Buch geht oder es wird nur ein Teil des Inhaltes erwähnt. Diese finde ich tatsächlich sehr aussagekräftig und sollte Lesern wirklich als Entscheidungshilfe dienen. Wobei ich selber nur eine Leseprobe hatte und mich dann für das Buch entschieden habe. Weitere Informationen hatte ich mir erst nach Ende des Buches besorgt. So kam es dann, dass ich am Ende des Buches zunächst überrascht war und dann beruhigt, denn jetzt hatte ich gelesen, dass dieses Buch der Auftakt zu einer Trilogie ist und war mehr als beruhigt. ;)

Fazit:
Ich persönlich bin nun sehr gespannt auf das zweite Buch und kann dieses erste auf jeden Fall empfehlen.

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