Dienstag, 23. September 2014

Rezension - Mehr Zeit mit Horst



Autorin: Ingeborg Seltmann

Titel: Mehr Zeit mit Horst

Genre: Roman

Version: eBook, Taschenbuch und Hörbuch

erschienen: 1. April 2014

Seiten: 301

Altersempfehlung: Erwachsene


Die promovierte Historikern Ingeborg Seltmann ist verheiratet und zwei erwachsene Kinder. Sie hat mehrere Jahre an der Universität in Forschung und Lehre gearbeitet und ist seit vielen Jahren als Museumspädagogin im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg beschäftigt. Ingeborg Seltmann hat sich als Autorin von Fachbüchern einen Namen gemacht und unter dem Pseudonym Ines Schäfer mehrere erfolgreiche Kriminalromane verfasst.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Ich heiße Gabi König. In sechs Monaten werde ich sechzig. Meine Töchter sind aus dem Haus, nur Maxi, der Jüngste, streckt seine Füße noch unter unseren Tisch. Horst ist Lehrer und geht bald in den Ruhestand. Er möchte, dass ich aufhöre zu arbeiten und wir dann mit dem Wohnmobil durch die USA touren. Ich bin mir nicht sicher, ob Dauerferien unserer Ehe bekommen. Keinen «Papa ante Portas» bitte! Außerdem macht mir die Arbeit als Buchhändlerin Spaß. Auch wenn unser Filialleiter meine Klassikerabteilung für unrentables Gedöns hält und mich immer öfter in die Abteilung „Horror und Vampire“ verbannt.
Tja, so schlingere ich im Zickzackkurs durch diese Monate: Ich lasse mich zu einem Campingurlaub in Italien überreden, mir von einem Bestseller schreibenden Pater ins Dekolleté schauen, lerne viel über Wein und das Liebesleben des Bielefelder Sanitärhandels, stehe plötzlich meiner alten Jugendliebe gegenüber. Und ich treffe eine Entscheidung.

Meine Meinung:
Im Freundeskreis treten jetzt immer mehr in den Ruhestand und deshalb dachte ich, dass es vielleicht ganz interessant sein wird, dieses Buch zu lesen.

Die Autorin Ingeborg Seltmann lässt die Protagonistin Gabi in der Ich-Form erzählen, wie sie sich so fühlt, wenn die Pensionierung ihres Mannes kurz  bevorsteht. Aber nicht nur das beschäftigt sie, die drei Kinder lösen sich immer mehr vom Elternhaus und im Buchladen bekommt sie immer wieder interessante Aufgaben. Das alles sind Situationen mit denen sich Gabi beschäftigen muss, aber irgendwie das nicht so richtig gebacken bekommt.

Auf dem Buchcover steht: ER geht in Rente und IHR auf die Nerven. Das kann ich nun nicht bestätigen, denn mir ging eher sie auf die Nerven und ihn habe ich für seine Ruhe bewundert. Schade, hätten sie beide mal richtig miteinander gesprochen, dann hätte sich mancher Streit vermeiden lassen. Es ist mir klar, dass jeder andere Vorstellungen von der Zeit nach dem Berufsleben hat und ich weiß auch, dass viele Frauen froh sind, noch eine Weile arbeiten gehen zu können, weil es doch einschneidende Veränderungen sind, die auf ein Paar zu kommen. Nun gut, ich betrachte das Buch jetzt als Beispiel, wie es nicht sein sollte.

Aber auch sonst konnte ich mich mit Gabi König nicht anfreunden, Horst war mir wirklich viel sympathischer, obwohl auch er seine Macken hatte.
In der Kurzbeschreibung wird das Auftauchen der Jugendliebe erwähnt, ich fand, das hätte man sich wirklich sparen können. Ich habe in dieser Passage nichts besonderes finden können. Es kann immer mal passieren, dass man seine Jugendliebe wieder sieht, aber bei Gabi war es ja wohl nicht so dramatisch, dass sie eine wichtige Entscheidung treffen musste.
Im Großen und Ganzen ist es eine kurzweilige Geschichte, eine Erzählung über einen kurzen Lebensabschnitt. Es gab dort nichts, was einem fremd vorkam. Viel interessanter wäre es eigentlich gewesen, wenn man über der Zeit des Ruhestandes hätte lesen können.

Das Buchcover hat mir übrigens sehr gut gefallen, sehr originell und damit fällt das Buch auf einem Tisch vieler Bücher angenehm auf.

Fazit:
Wer sich damit auseinandersetzt, was machen wir, wenn wir in Rente sind, könnte dieses Buch lesen und es vielleicht besser machen.

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