Montag, 8. September 2014

Blogtour - Conny und die Sache mit dem Hausfrauenporno



Blogtour - zu dem Buch 

Conny und die Sache mit dem Hausfrauenporno

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Ich freue mich, dass ich heute mit der Blogtour starten darf.

Mein Schlagwort zu dem heutigen Thema könnte auch heißen:

Es ist nicht so, wie es aussieht

(übrigens ein beliebter Satz, wenn jemand in einer pikanten Situation erwischt wird)

oder

Es ist nicht immer Porno drin, wenn Porno drauf steht.

Vor einiger Zeit wurde ich gefragt, ob ich Lust und Zeit habe, das Buch zu lesen und an der Blogtour teilzunehmen. Nachdem ich mich über das Buch informiert hatte, war mein Interesse geweckt.
Allerdings stellte sich mir die Frage, ob ich einem Buch mit diesem Titel meine Aufmerksamkeit geschenkt hätte.


So kommen wir auch gleich zu meinem Thema, denn ich wollte mich mal genauer erkundigen, wie Buchtitel festgelegt werden, wer darauf Einfluss nimmt und es letztendlich entscheidet:


Liebe Dorothea, beim Kauf eines Buch achte ich immer auf das Buchcover und den Titel. Bei Deinem Buch ist der Titel etwas originell und ich persönlich bin mir nicht sicher, ob ich mich für dieses Buch näher interessiert hätte.


Liebe Ulla, mir geht es da nicht anders. Im Buchladen entscheiden beim Blick über die Tische der Titel und das Cover, ob ich ein Buch in die Hand nehme und es umdrehe, um den Klappentext zu lesen. Bei einem Ebook ist es vielleicht ähnlich. Wenn ich einen interessanten Titel in einer Liste lese, klicke ich ihn an und lese, um was es in dem Buch geht.

Dorothea, wie bist Du dann auf die Idee gekommen, diesen Buchtitel zu wählen:

Während ich an diesem Roman gearbeitet habe, war mein Arbeitstitel schlicht "Hausfrauenporno". Einfach, weil Connys Verleger im Buch so die erotischen Romane für Frauen bezeichnet, die Conny schreibt, und mir zu dem Zeitpunkt gerade nichts Kreatives einfiel. Über einen Titel wollte ich mir erst später Gedanken machen. Als ich den Roman fertig hatte, entdeckte eine Freundin eine Ankündigung auf der Seite der Ullstein Buchverlage. Es sollte zwei neue digitale Imprints geben: Forever und Midnight, und beide suchten noch Autoren. Ich las nach, was für Texte gesucht wurden und entschied, dass mein Roman perfekt zum Forever-Programm passt. Jetzt wollte ich schnell sein und habe meinen Arbeitstitel nur etwas erweitert. In der Zwischenzeit habe ich ein Titel-Brainstorming mit Freundinnen gemacht und eine Liste alternativer Titel erstellt. Ich hatte ein bisschen Angst, dass gerade bei einem Ebook der Titel ungünstig sein könnte, da Leser eventuell nach Schlagworten suchen und dann Leser, die eigentlich Erotik erwarten, über meinen Roman stolpern.

Weshalb hast Du Dich dann dafür entschieden, bei diesem Titel zu bleiben?

Der Verlag fand den Titel frech und witzig und zerstreute meine Bedenken, da durch Cover und Klappentext ausreichend klar wird, dass es sich nicht wirklich um "Porno"-Literatur handelt. Ich glaube auch, dass der Titel zumindest Aufmerksamkeit erregt und in Verbindung mit dem Cover nicht zu verrucht wirkt. 

Hattest Du Dir denn Gedanken über andere Titel gemacht?

Meine Liste der Alternativtitel war wesentlich zahmer. Ich habe sie dem Verlag vorgeschlagen, aber sie fanden den ursprünglichen Arbeitstitel doch etwas besser, da er einfach mal was anderes ist. Mein Favorit unter den Alternativ-Titeln war übrigens: "Mit Fremden Federn küsst man nicht".

Kannst Du als Autorin überhaupt großen Einfluß bei der Titelfindung nehmen?

Ob man als Autor/in Einfluss auf den Titel hat, hängt ganz vom Verlag ab. Aus meiner Erfahrung und der befreundeter Autoren kenne ich es so, dass man ein Manuskript unter dem Arbeitstitel einreicht und dann Vorschläge machen kann. Den eigentlichen Titel legt im Allgemeinen der Verlag fest. Da spielen ja auch noch andere Faktoren hinein wie Marketing-Überlegungen, das übrige Verlagsprogramm, bei Reihentiteln natürlich auch die vorherigen Titel und die typische Titelstruktur der Reihe. Das hat man als Autor manchmal gar nicht so im Blick.

Insgesamt bin ich aber ganz zufrieden mit dem Titel, da er ungewöhnlich ist und im Gedächtnis bleibt.

Danke Dorothea, ich finde dies sehr aufschlussreich und denke auch, dass dies für andere Leser ebenfalls interessant war zu lesen.



Hier kommt nun meine Frage:
Mit welchem Haustier lebt Dorothea Stillers Familie zusammen?

Wenn Ihr die Antwort kennt, dann notiert bitte den ersten Buchstaben.

Sammelt die Buchstaben, setzt das Wort zusammen und sendet die Antwort an Dorothea Stiller, die Adressen entnehmt Ihr bitte dem letzten Beitrag der Blogtour.

Achja, in meiner Rezension habe ich das Tier auch erwähnt.

Morgen am 9.9. macht die Blogtour Station bei LaRubias Welt


Kommentare:

  1. Danke für das Interview. Mich hat der Titel zugegebenermaßen auch etwas abgeschreckt, unter anderem auch, weil ich keine merkwürdigen Gestalten auf meinem Blog haben will, die nach einschlägigen Begriffen suchen. Geht mir nämnlich so, seitdem ich "Große Ärsche auf kleinne Stühlen", eine Buch über nervige Kindergarteneltern, rezensiert habe. :-)
    Trotzdem sehr interessant, wie es zu dem Titel kam.

    Viele Grüße
    die Tintenelfe

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    1. und ich danke Dir für Deinen Kommentar, es freut mich und ich sehe dann auch, dass es jemand gelesen hat und nun sich die Mühe macht, mir zu schreiben.
      Viele Grüße
      Ulla

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