Dienstag, 3. April 2018

Autoreninterview André Wegmann



Lieber André,

ich freue mich, dass Du Dir die Zeit nimmst und Dich meinen Fragen stellst.
Bisher habe ich noch kein Buch von Dir gelesen und kenne Deine Vita nicht.
Möchtest Du Dich den Lesern hier kurz vorstellen?

Hallo und vielen Dank für das Interesse. Ich heiße André Wegmann, bin 39 Jahre alt und seit 2011 als freiberuflicher Texter und Autor tätig. Ich habe schon einige Bücher veröffentlicht, zunächst im Horror-Genre und zuletzt meine Nordsee-Thriller mit Privatermittler Michael Jesko.


Ich habe gelesen, dass Du schon in der Schule gerne etwas geschrieben hast. Hast Du denn auch gerne Bücher gelesen? Wenn ja, weißt Du noch, welche es waren?

Ja, ich lese schon seit der Kindheit viel und gerne. Ich erinnere mich, dass ich damals unter anderem die ganzen Karl-May-Romane gelesen habe.


Wie bist Du denn auf die Idee gekommen im Genre Horror zu schreiben?
Und wann und wie kam der Wechsel zum Krimi?

Thriller, Krimis und Horrorgeschichten sind auch das, was ich privat lese bzw. als Film schaue. Also kamen für mich auch nur diese Genres zum Schreiben infrage. Horror bietet mir die Möglichkeit, die ganze Bandbreite an Emotionen in die Geschichten einfließen zu lassen. Spannung, Grusel, Angst aber auch Liebe, Sex und lustige Sachen … das alles ist Bestandteil meiner Storys. Der Wechsel zum Krimi oder eher Thriller kam, weil ich mal etwas Neues ausprobieren wollte. Aber im Grunde unterscheiden sich die Genres so sehr gar nicht, nur dass bei meinen Thrillern ein realeres, von Menschen erzeugtes Grauen im Vordergrund steht und ein Ermittler dazukommt. 


Finden Dich die Ideen oder suchst Du danach?

Das ist mal so und mal so. Manchmal erarbeite ich mir die Ideen und überlege hin und her, bis langsam eine Grundidee, worum es in der Geschichte gehen soll, Form annimmt. Bei „Todesschmeichler“ zum Beispiel hingegen, dem zweiten Teil der Jesko-Serie, wurde ich von Medienberichten über einen Perversen inspiriert, der labile Frauen in den Selbstmord trieb. Da hat es dann sozusagen „Klick“ gemacht und ich wusste, daraus kann ich was Passendes für meine Serie stricken. Auch andere Bücher und Filme inspirieren mich öfter.



Kann es vorkommen, dass Du an einem Buch schreibst und schon Ideen für das nächste Buch kommen?

Eigentlich konzentriere ich mich gerne auf eins nach dem anderen. Sicher kann es vorkommen, dass ich Ideen für zukünftige Projekte im Hinterkopf behalte aber es ist nicht so, dass ich, wie manch andere Autoren, ein dickes Notizbuch voller Ideen und Gedankenfetzen hier liegen habe.



Wie lange schreibst Du an einem Buch?

Das ist unterschiedlich, je nachdem wie viel andere Arbeit ich noch habe. Von intensiven 4-6 Monaten bis zu einem Jahr.



Ich selber lese sehr gerne Krimis und Thriller, die nicht so unter die Haut gehen. Würdest Du mir empfehlen, Deine Bücher zu lesen? Ich meine, spannend darf es ja ruhig sein, aber meine Nerven möchte ich doch etwas schonen.

Also seichte Cosy-Krimis schreibe ich nicht. Lokalkolorit, die Urlaubsidylle an der Nordsee und auch das Leben und die Beziehungen meiner Protagonisten kommen nicht zu kurz in meinen Büchern, aber der Motor der Geschichte ist der Fall und der beinhaltet soviel Spannung wie möglich und mitunter deftige Szenen, die nichts für zartbesaitete Menschen sind. Ich würde mich natürlich dennoch freuen, wenn du mal hineinschnupperst. „In den Fängen des Bösen“ würde sich gut dafür eignen.



Ich habe zunächst mal nachgesehen, wo der Ort liegt, in dem Du geboren wurdest und heute auch wohnst. Es muss eine tolle Gegend sein und ich nehme an, dass sich dort die Handlungen Deiner Bücher abspielen. Hast Du schon mal mit dem Gedanken gespielt, einen Krimiausflug an die Ostsee zu machen?

Ich komme aus der beschaulichen Kleinstadt Friesoythe, aber bis zur Nordsee sind es von hier aus noch rund 100 Kilometer. Meine Geschichten sind in Ostfriesland angesiedelt, meistens in dem fiktiven Küstenort Grevensiel. Nein bisher habe ich nicht darüber nachgedacht, eine Geschichte an der Ostsee anzusiedeln, aber vorstellen könnte ich mir das schon. Danke für die Idee. ;-)



Wie sieht Dein Arbeitsalltag aus? Wenn ich das richtig verstanden habe, war es ja eher Zufall, dass Du ein „richtiger“ Autor wurdest, nimmt diese Tätigkeit jetzt Deine meiste Zeit in Anspruch?

Das variiert. Es kommt vor, dass ich mal wochenlang nur an einem Buch schreibe, aber zuletzt habe ich viel für Werbeagenturen und Reiseportale getextet. Beides ist wichtig für mich und ich versuche es aufzuteilen.



Hast Du Autorenvorbilder?

Ich habe kein direktes Vorbild, aber moderne Thriller-Autoren wie Peter James und Chris Carter finde ich schon gut. Aber ich versuche generell aus jedem Buch, das ich lese auch für mein eigenes Schreiben etwas mitzunehmen bzw. zu lernen. 



Wenn Du eine Zeitreise machen könntest, welchen Autor aus der Vergangenheit würdest Du gerne mal besuchen?

Richard Laymon vielleicht. Von klassischer Literatur bin ich kein großer Fan.



Hast Du jetzt noch Zeit Bücher zu lesen und gibt es da eins, dass Du unbedingt mal lesen möchtest, aber noch nicht geschafft hast?

Lesen ist das beste Training für das Schreiben. Das ist also schon ein guter Grund, sich die Zeit zu nehmen, ich lese aber natürlich auch zur Entspannung und Unterhaltung.



Wer darf Deine Bücher als erstes lesen?

Das ist dann derzeit meine Lektorin aus dem Klarant Verlag. Es gibt ja auch Autoren, die schicken ihre Manuskripte an Testleser, aber darauf verzichte ich.



Da wir bisher noch keinen Kontakt zueinander hatten, weiß ich auch nicht, wie präsent Du in den Social Medien bist und wie wichtig Dir der Austausch mit Lesern ist.

Der Austausch mit den Lesern ist mir sehr wichtig und ich freue mich über jedes Feedback. Andererseits weiß ich auch nicht ständig was Spannendes aus meinem Schreiballtag oder Leben generell zu berichten und versuche auch nicht, um jeden Preis Aufmerksamkeit zu erzielen. Daher gibt es immer Phasen, in denen ich weniger auf Social-Media-Plattformen präsent bin.



Ich weiß, dass es in Leer zum Beispiel ein Leseboot gibt, wo Autoren aus ihren Büchern vorlesen können. Hast Du in dieser Richtung schon einmal etwas gemacht oder vielleicht Lust darauf?

Das ist natürlich ein tolles Ambiente gerade für Geschichten, die auch am Meer spielen. Habe ich bisher noch nicht gemacht, aber wäre sicher interessant.



Nun habe ich soviele Fragen gestellt und mit Sicherheit noch einiges vergessen, deshalb gebe ich Dir hier jetzt die Gelegenheit, uns Lesern das mitzuteilen, was Du schon immer mal loswerden wolltest.

Ich bedanke mich bei allen, die Bücher von mir gelesen haben. Wenn Sie euch gefallen, schreibt bitte Rezensionen und empfehlt sie weiter, das ist für jeden Autor wichtig.


Gerne frage ich den Autor danach, was ihm zu folgenden Begriffen oder Namen einfällt:

 Erich Kästner
 Ich weiß, wer das ist, aber das war es auch schon. Nennt mich ruhig einen Kulturbanausen. ;-)

 Enid Blyton
 „Fünf Freunde“, hab ich als Kind gerne geschaut.

Der Graf von Monte Christo
Weder gelesen noch gesehen.


Lieber André, ich möchte mich vielmals für Deine aufschlussreichen Antworten bedanken und wünsche Dir mit Deinen Büchern viel Erfolg.

Vielen lieben Dank und alles Gute!


Diese Bücher sind inzwischen im Klarant Verlag erschienen: 








Hier finden sich weitere Informationen zu den Büchern und Autor:

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da ich mit diesem Interview auch etwas Werbung für die Bücher mache, habe ich hier die Kennzeichnung vorgenommen.