Montag, 22. Januar 2018

Rezension - Träume, die ich uns stehle


Autorin: Lily Oliver

Titel: Träume, die ich uns stehle

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 2. November 2017

Seiten: 400

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Knaur TB 




Über die Autorin:
Als Kind wollte Lily Oliver (aka Alana Falk) Tierärztin werden und wurde dafür von ihrer Künstlerfamilie misstrauisch beäugt. Nach dem Studium stellte sie fest, dass sie zwar die Medizin liebte, nicht aber den Alltag in der Praxis. Also suchte sie etwas, bei dem sie ihre chronische Neugier und ihr Bedürfnis, alles auszuprobieren, besser ausleben konnte. So kam sie zum Schreiben, dem perfekten Beruf, weil er genauso gefühlvoll und vielseitig ist wie sie es mag. Ihr Studium verbucht sie als bereichernde Erfahrung, und ihre Familie weiß nun endlich, woran sie ist.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Lara kann nicht aufhören zu reden. Ein Zwang treibt die an Amnesie leidende junge Frau dazu, ihre Erinnerungslücken mit Worten zu füllen. Längst hört ihr keiner mehr zu, außer in den Therapiestunden, die sie als Patientin der Psychiatrie bekommt. Bis sie Thomas findet. Lara weiß, es ist falsch, ihre Verzweiflung über ihre Amnesie auf ihn abzuladen, denn Thomas liegt im Koma. Dennoch schleicht sie sich immer wieder zu ihm und bemerkt bald, dass er auf ihre Stimme reagiert. Lara beschließt, Thomas eine Geschichte zu erzählen: eine Liebesgeschichte zwischen ihr und ihm, die bald für beide realer wird als ihr Dasein im Krankenhaus. Ein Traum von Liebe, an den sich beide klammern und der die Kraft hätte, nicht nur Thomas aus der Dunkelheit zu holen, sondern auch Lara. Doch beide ahnen nicht, was für eine erschütternde Wahrheit in den Tiefen von Laras Geschichte auf sie wartet …


Meine Meinung:
Von Lily Oliver hatte ich schon das Buch "Die Tage, die ich Dir verspreche" gelesen. Von dem Buch war ich begeistert, denn es mal für mich mal etwas ganz anderes und deshalb erwartete ich hier ebenfalls wieder keinen "einfachen" Roman.
So ist es denn auch. Die Autorin hat mich ein weiteres Mal mit einer besonderen Geschichte überrascht und auch an das Buch gefesselt.
Lara befindet sich im Krankenhaus, weil irgendetwas passiert sein muss. Sie leidet an einer Amnesie und will außerdem reden, reden, reden. Längst will ihr  nicht mehr jeder zuhören. Da entdeckt sie Thomas, einen jungen Mann, der im Koma liegt. Bekannterweise soll man ja auch mit Komapatienten reden, weil man der Meinung ist, sie hören einen. Lara ist natürlich begeistert, endlich jemand, dem sie alles mögliche erzählen kann.
Nun folgt eine überaus fesselnde Geschichte, denn Lara redet nicht einfach drauflos. Sie hilft sich und Thomas damit ungemein. Ich fand es so interessant, dass ich das Buch mal wieder nicht aus der Hand legen konnte. Die Geschichte entwickelte sich und bot mir reichlich Überraschungen. Aber am allerbesten hat mir dann auch das Ende gefallen.

Aber in diesem Buch geht es nicht nur um die Geschehnisse im Krankenhaus rund um Lara und Thomas. Ernste Themen tauchen dabei auf und machen einen nachdenklich. Es müssen Entscheidungen getroffen, die für weitere Entwicklungen sehr wichtig sind.   Ich möchte hier jetzt nicht alles aufführen, aber erwähnen, dass es keine leichte Kost ist. Das soll natürlich niemanden abschrecken, das Buch ist gut geschrieben und lesenswert.


Fazit:
Eigentlich passieren Sachen, von denen jeder schon mal gehört oder gelesen hat. Hier kommt eben vieles zusammen, aber es passt. Das Buch empfehle ich gerne weiter. Nur sollte sich jeder darauf einstellen, dass es nicht einfach nur eine Liebesgeschichte ist, sondern es vieles gibt, womit man sich auseinander setzen wird.

Bei der Autorin möchte ich mich vielmals bedanken. Ich hatte in Frankfurt auf der Buchmesse die Gelegenheit sie kurz zu treffen und habe dabei auch ein signiertes Buch von ihr erhalten.