Sonntag, 3. Dezember 2017

Rezension - Sind dann mal weg


Autorin: Simone Veenstra

Titel: Sind dann mal weg

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 9. Oktober 2017

Seiten: 401

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Heyne





Die Autorin Simone Veenstra wuchs in Franken auf und studierte Film, Theater und Literatur. Gemeinsam mit Dorothea Martin gründete sie den Independent-Verlag „Das wilde Dutzend“. Heute lebt sie in Berlin und schreibt Romane, Drehbücher, Hörspiele, für Games und Magazine. Für ihre Geschichten geht Simone Veenstra gerne auf Entdeckungstour – in Archiven, Bibliotheken und am liebsten vor Ort.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Tina langweilt sich in der Seniorenresidenz Schafweide zu Tode. Einziger Lichtblick: Die Rätselabende mit dem schmucken Kapitän a.D. Ole Erickson, dem Lebemann Paul, der glamourösen Hedi und dem schüchternen Männi. Doch als Ole eines Abends mitten im Rätselraten tot umfällt, ist der Spaß vorbei. Oles letzter Wunsch war es, dass seine Asche im norwegischen Finnfjordvær ins Meer gestreut wird. Tina und ihre Freunde nehmen die Herausforderung an und machen sich mit Oles Asche auf den Weg gen Norden.


Meine Meinung:
Und mal wieder habe ich mich von einem Cover dazu verführen lassen, mich für ein Buch zu interessieren.  Ich finde es ausgesprochen witzig, denn betrachtet mal die Einzelheiten. Das alles findet man im Buch wieder. Außerdem macht die Kurzbeschreibung neugierig und ich sollte nicht enttäuscht werden. Zunächst fiel mir beim Lesen ein, je oller, je doller, aber das sagt nur die Hälfte aus. Auch im Alter kann man mutig sein und einiges unternehmen. Nicht unterbuttern lassen und irgendwie versauern. Das Buch vermittelt einem so viel.
Tina fühlt sich nicht wohl in der Seniorenresidenz, findet aber zu meiner und ihrer Freude eine Gruppe Menschen, die sich nicht so an Regeln halten und viel Spaß haben. Als allerdings einer ihrer neuen Freunde bei einem Rätselabend tot umfällt, beginnt für einige Senioren eine abenteuerliche Zeit.

Die Autorin hat allen Beteiligten besonderen Charaktere zugeordnet, sehr liebevoll wurden sie beschrieben und gerne schaute ich über die kleinen oder etwas größeren Macken hinweg. Humorvoll wurde die abenteuerliche Fahrt nach Norwegen geschildert. Denn leider war es nicht so, dass alle mit dieser Reise einverstanden waren und die Grenzen konnten auch nicht so einfach überschritten werden. Weshalb das nun so war, werde ich hier ganz bestimmt nicht verraten.

Auf jeden Fall hat mir Simone Veenstra reichlich Lesevergnügen beschert. Gleichzeitig hat sie damit zum Nachdenken angeregt, wie es im Alter auch sein könnte. Und ich denke, man muss nicht unbedingt eine weite Reise antreten, um dies zu merken.


Fazit:
Sind dann mal weg - zeigt, wie es sein kann, wenn man nicht alles hinnimmt und sich nicht aufgibt. Auch im Alter können neue Freundschaften geschlossen werden. Gerne gebe ich zu diesem Buch eine Leseempfehlung.


Bei dem Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken, das ich mir selbst aussuchen durfte und auch keinen Einfluss auf meine Bewertung hat.